Wittenberger Wissenswelten (3)

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Sebastian Theodoricus (1521–1574) immatrikulierte sich zum Wintersemester 1537/38 in Wittenberg. Sein ganzes Leben widmete er dieser Studienstätte: 1539 erwarb er mit dem Baccalaureus seinen ersten akademischen Grad. 1545 wurde er in den Lehrkörper der Philosophischen Fakultät aufgenommen. Er hielt Vorlesungen zur „Physik“ des Aristoteles und zu Melanchthons Schrift „De anima“. Im Sommersemester 1553 und Winter 1567/68 verwaltete er das
Dekanat. 1560 erhielt er die Professur für Höhere Mathematik und gab eine Veranstaltung zu Ptolemäus. Erst im Jahr 1571 promovierte Theodoricus zum Doktor der Medizin. Daraufhin wechselte er an die medizinische Fakultät. In seinen Schriften beschäftigt sich Theodoricus mit mathematischen und astronomischen Fragen. Einige seiner Werke werden direkt in Wittenberg gedruckt, darunter die Quaestiones sphaericae und die Novae quaestiones sphaericae.

Ort und Jahr
Wittenberg
Material
Papier
Signatur
RFB, PS, LC 149 (und weitere Exemplare)

Bezug zu anderen Werken