Wittenberger Wissenswelten (1)

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Die Universität in Wittenberg stand im 16. Jahrhundert unter dem prägenden Einfluss von Philipp Melanchthon (1497–1560). Unter seiner Ägide lehren namhafte Professoren an der Universität, auch in der Astrologie und Astronomie. Sie prägen das Weltwissen in Wittenberg. Und zugleich halfen sie bzw. ihre Schüler, das Wissen in die Welt zu bringen.
 

Luther stand den astronomischen Lehren eher ablehnend gegenüber. In seinen Tischreden soll er gesagt haben: „Der Narr will die ganze Kunst Astronomie umkehren! Aber wie die Heilige Schrift anzeigt, so hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht das Erdreich.“ Doch Vorsicht: Die Überlieferung des Zitats ist ungenau und der Bezug Kopernikus
unklar. 


Melanchthon war an Kopernikus’ Lehre wegen ihrer Bedeutung für die Astrologie interessiert.
Die Mathematische Arbeit schätzte er, lehnte aber die Interpretation ab. Dennoch unterstützte er Georg Rheticus und auch dessen Kollegen Erasmus Reinhold.


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